Big News! – heylilahey.

Wir haben große News!

Ich wurde ja hier auf dem Blog über die Jahre weniger und weniger persönlich. Der richtig persönlich Austausch fand irgendwann nur noch auf Instagram und weniger auf heylilahey.com statt. Leider. Ich merke aber, dass Blogs wieder etwas beliebter werden. Die Schnelllebigkeit von Instagram und der undurchsichtige Algorithmus treiben dann doch einige wieder zurück zu “langsameren” Medien. Zumindest ist das meine Einschätzung.

Auf dem Blog kann ich auch ein bisschen mehr erzählen, erklären, teilen und die Blogposts sind einfacher wiederzufinden als eine Story oder als ein im Feed nach unten gerutschter Post.

Aber bevor ich zu den Big News komme: Dieses Jahr habe ich auf Instagram bereits eine nicht so schöne Sache mit euch geteilt:

2021 hatten wir leider zwei Fehlgeburten. Es war eine schreckliche Zeit, die mich sehr runter gezogen hat. Ich kann gar nicht wirklich beschreiben, wie schlimm die Zeit nach der Fehlgeburt war. Es war ein dunkles Loch, viel Trauer und viele negative Emotionen, die ich gerade nicht schriftlich festhalten möchte.

Fehlgeburten sind immer noch ein riesen Tabuthema, obwohl sie so häufig passieren. Ich denke da spielen Trauer, Scham, Erwartungshaltungen, gesellschaftlicher Druck, Unwissen etc. mit rein. Ich möchte hiermit nicht das Tabu aufbrechen oder aufklären, ich bin selber nur eine Betroffene, die das Ganze noch verarbeitet. Aber ich kann mich erinnern, dass es mir damals tatsächlich einen kleinen Lichtblick gegeben hat, wenn ich Geschichten von anderen Petroffenen gelesen habe. Insbesondere von Leuten, die eher öffentlich waren, also zB Blogger/Instagrammer etc. Ich habe mich dadurch einfach ein bisschen weniger alleine gefühlt.

Nachdem es mir also ein bisschen besser ging, habe ich mich online geöffnet und auf Instagram berichtet was los war.

Wir hatten Glück und wurden dieses Jahr erneut schwanger. Unsere Big News! Dieses mal haben haben wir es jetzt bereits bis uber die Hälfte geschafft! Ich weiß, das klingt wie eine sehr sehr nüchterne Schwangerschaftsverkündung. Normalerweise wird bei diesem Thema nur über das größte Glück, die schönste und aufregendste Zeit gesprochen. Schwangerschaften nach Verlusten, aka #PregnancyAfterLoss, sind aber einfach etwas komplizierter. Natürlich hat jede schwangere Person mit Ängsten zu kämpfen. Nach einem Verlust sind diese aber noch stärker und noch realer, da ich ja genau weiß, wie sich der Worst Case anfühlt. Bis zur 12. Woche kam zB kaum echte Freude auf. Gute News waren immer vermischt mit den Gedanken “naja, mal sehen, wer weiß, ob es diesmal klappt”. Bei jedem Ultraschall ging es mir super schlecht vor Aufregung und Angst und ich musste immer weinen. Bonding mit dem Baby fiel mir schwer, sowie die Planung für das Baby.

Erst circa ab Woche 16 konnten wir uns etwas mehr freuen. Und ab Woche 20, nach dem großen Scan, der alles mögliche untersucht und der uns sehr gute News gegeben hat, konnten wir die Schwangerschaft mehr genießen! Nun bin ich in der 27. Schwangerschaftswoche und endlich können wir ein bisschen für die Geburt und Zeit danach planen.

Ich bin immer noch sehr nervös. Ich habe bisher auch kaum Bauchfotos gemacht und auch kaum was für das Baby gekauft. Nur Schwangerschaftsmode und ein paar Hilfsmittel wie Kompressionssocken und ein Band für den Bauch sind bei uns eingezogen. Wenn ich schon so nervös bin, dann möchte ich wenigstens in komfortabler Kleidung stecken 🙂

Dazu folgt noch ein separater Blogpost!

Falls ihr auch etwas ähnliches wie ich durchlebt oder erlebt habt, dann ist eins sicher: Ihr seid nicht allein! Fehlgeburten sind leider sehr häufig, in eurem Bekannten- oder Freundeskreis wird es leider viele ähnliche Geschichten geben. Nur öffnen sich viele vielleicht nicht, weil irgendwie noch eine große Scham drumherum existiert. Ein paar erste Reaktionen zielen ja auch darauf ab, sozusagen “Victim-Blaming” zu betreiben. Denn natürlich habe ich auch Sachen gehört wie “ach, ihr hattet einfach zu viel Stress”. Sowas ist leider nicht hilfreich, da eine Fehlgeburt häufig einfach ohne Einfluss der Eltern geschieht. Oftmals sollte es einfach nicht sein, zB aufgrund chromosomaler Veränderungen, die einfach immer zu einem Abort führen. Manchmal ist das Leben einfach unfair.

Es braucht auch nicht viele Worte. Sätze wie “Das tut mir leid.”,”Was kann ich tun, um zu helfen?”, “Ich bin für dich da.” sind simpel aber oftmals genau das, was man braucht. Sowie viel Zeit.

Ich kann aber auf jeden Fall verstehen, wenn ihr mir ab sofort erstmal entfolgt, oder meine Accounts eine Weile auf Mute stellt. So habe ich das selbst mit vielen Instagram-Accouns gemacht. Ich wollte nach den Fehlgeburten einfach keinen Baby-Content sehen. Ich schike auf jeden Fall ganz viel Liebe & Kraft, falls ihr etwas ähnliches durchmacht! Wie gesagt, ihr seid nicht allein!!!

Auf jeden Fall versuchen mein Mann und ich jetzt Schritt für Schritt die Schwangerschaft mehr zu genießen. Wir freuen uns sehr, können es kaum abwarten, das kleine Baby endlich kennen zu lernen, aber denken natürlich immer noch in Meilensteinen!

Viele BloggerInnen schreiben nach einer Schwangerschaftsverkündung oft auch, dass sich am Content nicht viel ändern wird. Doch ganz ehrlich, am Ende geht es dennoch oft ums Baby. Aber das ist ja auch kein Wunder! Das ganze Leben wird auf den Kopf gestellt und als BloggerIn schreibt man eben auch oft über persönliche Sachen. Der Content hier auf heylilahey.com wird sich auch nicht grundsätzlich ändern. Die Themen Reisen, Nachhaltigkeit, Food, und besonders Fair Fashion & Interior spielen weiterhin die Hauptrolle. Aber Babythemen werden dennoch immer wieder mit rein fließen! Und da freue ich mich ehrlich gesagt schon sehr drauf 🙂

Danke auf jeden Fall, dass ihr hier mit dabei seid! Einige folgen mir jetzt schon seit Jahren und irgendwie ist es richtig aufregend, euch hier nun uber so eine große Veränderung in meinem Leben zu updaten 🙂

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